Florentiner Folklore
In diesem Abschnitt werden wir von den Usanzen und Braeuche dieser kunstreichen Stadt sprechen. In Florenz existieren zahlreiche folkloristische Traditionen und allen voran das historische Spiel Calcio in Costume (Fussball im Gewand).
Dieses Spiel war ein harter Kampf Koerper an Koerper, der vorallem Bein- und Armmuskeln beanspruchte um sich eine Kanonenkugel streitig zu machen. Eine andere folkloristische Tradition, die noch heute in den Florenz vorgefuehrt wird ist lo Scoppio del Carro (der Knall des Wagens). Es findet jaehrlich am Samstag vor Ostern statt. Es handelt sich dabei um eine antike Tradition, welche auf den ersten Kreuzzug zurueckfuehrt, der von Pazzino di Ranieri dei Pazzi angefuehrt wurde. Am 15. Juli 1099 besiegte das Kreuzheer das Territorium von Jerusalem und Pazzino erhielt dafuer von Herzog von Buillon (Gottfried IV) drei Steinsplitter des heiligen Grabes Jesus, welche er dann in Florenz um das Jahr 1101 sorgfaeltig aufbewahrte.

Anfangs wurden sie von der Familie Pazzi aufbewahrt. Mit den drei Stein wurde ein >Feuerfunke erzeugt, welches waehrend der Osterzeit als Symbol der Wiedergeburt gilt und nach der Weihe den Familien uebergeben wurde um das Feuer im Haus wieder zu entfachen.So entstand diese Tradition, welche im heiligen Jerusalem waehrend der Kreuzzuege entstand. Es symbolisierte den Heiligen Geist, die Auferstehung Christi. Heute beginnt die symbolische Zeremonie am Ostersonntag wobei ein grosser Wagen - von weissen Stieren gezogen - den Strassen entlang von Porta a Prato bis nach Piazza della Cattedrale faehrt wo er dann fuer die restlichen 364 Tage stehen bleibt.
Traditionen der Stadt Florenz
Ein weiteres, bedeutendes Fest ist Ficolona. Die Ficolona ist ein Lied , welches waehrend der ersten Septemberwoche in den Strassen der Stadt von florentiner Kindergesungen wird. Dabei marschieren sie mit Laternen, sog. Rificolone durch die Stadt.
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Dieser Tag war einst der wichtigste Markttag fuer die Bauern, denn hier hatten sie die Moeglichkeit im Hinblick auf den Winter etwas zu verdienen. Bei Sonnenaufgang setzten sich die Landleute mit Laternen in Bewegung um die Stadt zu erreichen. Ganze Familien kleideten sich mit Sonntagsgewaendern, welche in der Stadt meistens mit Gelaechter empfangen wurden, denn nichts hatte der elegante Stadtbewohner mit dem laendlichen Geschmack der Bauern gemeinsam. Der Markt existiert noch heute und findet am 6. oder 7. September statt. Es ist die erste biologische Messe Italiens und bleibt eine der bedeutendsten.




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